Unsere Schule

Schulprogramm

§ Öffnung der Schule...

§ Soziale Kompetenz

§ Förderkonzept GS

§ Umwelterziehung

§ Bewegungs- und
  Gesundheitserziehung

§ Beratungskonzept

§ Fortbildungskonzept

§ Hausaufgabenkonzept

§ Konzept
  Arbeitssicherheit,
  Gesundheitsschutz

§ Konzept zur
  Personalentwicklung

§ Konzept zur
  Verteilung der
  Haushaltsmittel

§ Leistungsbeurteilung

§ Medienkonzept

§ Methodenkonzept

§ Umgang mit
  Absentismus

§ Vertretungskonzept

Methodenkonzept – Konzept zu Schlüsselkompetenzen

   

Die Gesellschaft von heute stellt die Menschen in den verschiedenen Lebensbereichen vor komplexe Anforderungen. Schule hat zur Aufgabe, die Schüler auf diese Herausforderungen des Lebens vorzubereiten. Um die Welt zu verstehen und sich gut in ihr zurechtzufinden, sollten die Menschen beispielsweise mit technologischen Veränderungen auseinandersetzen, eine Vielzahl an verfügbaren Informationen interpretieren und sinnvoll umsetzen können.

Hierfür sind Kompetenzen notwendig. Eine Kompetenz ist mehr als nur Wissen und kognitive Fähigkeiten. Es geht um die Fähigkeit der Bewältigung komplexer Anforderungen durch die Beherrschung von Schlüsselkompetenzen, die sich in drei Kategorien aufteilen lassen:

  • Interaktive Anwendung von Medien und Mitteln (z.B. Sprache, Technologien)

  • Interagieren in heterogenen Gruppen

  • Autonome Handlungsfähigkeit

Interaktive Anwendung von Medien und Mitteln

Warum?

  • Technologisch auf dem neuesten Stand bleiben

  • Die Medien, Mittel und Werkzeuge für eigene Zwecke einsetzen und anpassen

  • Sich aktiv mit der Umwelt auseinandersetzen

Welche Kompetenzen?

  • Interaktive Anwendung von Sprache, Symbolen und Texten

  • Interaktive Nutzung von Wissen und Informationen

  • Interaktive Anwendung von Technologien

Interagieren in heterogenen Gruppen

Warum?

  • Mit Verschiedenartigkeit in pluralistischen Gesellschaften umgehen

  • Bedeutung der Empathie

  • Bedeutung des sozialen Kapitals

Erforderliche Kompetenzen

  • Gute und tragfähige Beziehungen unterhalten

  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit

  • Bewältigen und Lösen von Konflikten

Eigenständiges Handeln

Warum?

  • Eine persönliche Identität entwickeln und Ziele in einer komplexen Welt verwirklichen

  • Rechte ausüben und Verantwortung übernehmen

  • Die eigen Umwelt und ihre Funktionsweise verstehen

Erforderliche Kompetenzen?

  • Handeln im größeren Kontext

  • Realisieren von Lebensplänen und persönlichen Projekten

  • Verteidigung und Wahrnehmung von Rechten, Interessen, Grenzen und Erfordernissen

Hierauf also gilt es die Schüler vorzubereiten. Ergänzend wurden in der PISA – Studie 2006 folgende Definitionen festgelegt:

Lesekompetenz

Die Fähigkeit, schriftliches Textmaterial zu verstehen, zu nutzen und darüber zu reflektieren, um eigene Ziele zu erreichen, das eigene Wissen und Potenzial weiterzuentwickeln und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Mathematikkompetenz

Die Fähigkeit zu erkennen und zu verstehen, welche Rolle die Mathematik in der Welt spielt, fundiert mathematisch zu argumentieren und sich auf eine Weise mit der Mathematik zu befassen, die den Anforderungen des gegenwärtigen und künftigen Lebens einer Person als konstruktivem, engagiertem und reflektierendem Bürger entspricht.

Naturwissenschaftliche Kompetenz

Die Fähigkeit, naturwissenschaftliches Wissen anzuwenden, naturwissenschaftliche Fragen zu erkennen und aus Belegen Schlussfolgerungen zu ziehen, um Entscheidungen zu verstehen und zu treffen, die die natürliche Welt und die durch menschliches Handeln an ihr vorgenommenen Veränderungen betreffen.

Unter Berücksichtigung der vier Lernfelder des schulischen Lebens (siehe folgende Seite) kommt dem „Methodischen Lernen“ ein erhebliches Gewicht zu.

Die vier Lernfelder des schulischen Lernens

 

Inhaltlich - fachliches Lernen

 

Ziel: Entwicklung fachlicher Kompetenz in den jeweiligen Schulfächern

  • Erkennen (Zusammenhänge erkennen)

  • Verstehen (Phänomene, Argumente, Erklärungen verstehen)

  • Wissen (Fakten, Regeln, Begriffe, Definitionen kennen und anwenden)

  • Erklären (Phänomene, Zusammenhänge, Theorien und Thesen, Prozesse und Maßnahmen erklären)

  • Beurteilen ( Zusammenhänge, Ergebnisse, Theorien und Thesen, Prozesse und Maßnahmen beurteilen und bewerten)

 

 

Methodisches Lernen

 

Ziel: Entwicklung methodischer Kompetenz

  • Effektives Lernen (Vokabeln, Fachbegriffe, Definitionen, Regeln und Gesetze)

  • Sich Organisieren / Arbeitsorganisation (Arbeitsplatzgestaltung, Hausaufgabenheft, Arbeits- und Terminplanung)

  • Informationsbeschaffung (Lesetechniken, Recherchieren, Experimentieren)

  • Informationsaufbereitung (Protokollieren, Ordnen / Gliedern, Strukturieren, Bericht schreiben)

  • Ergebnispräsentation (Darstellen und Visualisieren, Diagramme und Karten entwerfen, einen Kurzvortrag halten)

 

Sozial – kommunikatives Lernen

 

Ziel: Entwicklung sozialer und kommunikativer Kompetenzen

  • Freundlichkeit und Empathie

  • Kooperations- und Teamfähigkeit

  • Konfliktfähigkeit

  • Toleranz

  • Überzeugendes Ausdrucksvermögen in Wort und Schrift

  • Überzeugendes Argumentieren und rücksichtsvolles, aber zielorientiertes Diskutieren

  • Freier, strukturierter, anschaulicher und adressatenorientierter Vortrag

 

Persönlichkeitsbildendes Lernen

 

Ziel: Entwicklung von persönlicher Kompetenz / Ich-Kompetenz

  • Hilfsbereitschaft und Zivilcourage

  • Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Pflichtbewusstsein

  • Lern- und Leistungsbereitschaft

  • Ausdauer, Belastbarkeit, Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz

  • Konzentrationsfähigkeit

  • Fähigkeit zu Kritik und Selbstkritikm n

 
 

Welche Methoden und Techniken brauchen nun aber unsere Schüler um diese Kompetenzen zu realisieren? Wir haben sie für unser tägliches Handeln in vier abgrenzbare Gruppen untergliedert, die im Folgenden ausführlicher dargestellt werden:

 

 

 
  • Methoden der selbständigen Informationsgewinnung

  • Methoden der produktiven Informationsverarbeitung

  • Methoden der Argumentation und Kommunikation

  • Methoden des systematischen Übens und Wiederholens

 

 

Selbständige Informationsgewinnung

Thematisches Sammeln von Materialien

  • Thematisch gebundene Aktivitäten werden ergänzt durch Aufgabenstellungen, welche die Kinder zum Sammeln, Ordnen, Nachdenken, Forschen und Strukturieren herausfordern.

  • Bereits im 1. Schuljahr können zu unterschiedlichen Themen Materialien mit in den Unterricht gebracht werden, die als Anschauungsmaterial (Bücher, Bilder, Internetauszüge etc.) oder der weiteren Verwendung dienen (Stoffe, Papier, Knöpfe etc.).

  • Das thematische Sammeln setzt sich bis zum Ende des 4. Schuljahres mit gesteigertem Anspruch fort. Das Sammeln von Arbeitsergebnissen bis zur endgültigen Fertigstellung erfolgt in Form von Mappen, Büchern etc. Ziel ist, Arbeitsmaterialien differenziert wahrzunehmen und unterscheiden zu lernen.

Clustern

  • Das verstärkte Nutzen dieser Technik als Einstieg in ein Thema (Sprache, Sachunterricht, Religion), dient zur Ermittlung des Schülervorwissens, zur Erweiterung des Wortschatzes und zur Ideenfindung bzw. Sammlung von Wortmaterial für eigene Textproduktionen.

  • Das CLUSTER ist eine Basistechnik, um Assoziationen freizusetzen, sichtbar zu machen und zu ordnen. Es bezeichnet eine Anhäufung von Einzelteilen aus einem Ganzen. Das im Unterbewusstsein verborgene Sprach-, Bild- und Gedankenmaterial wird freigelegt und stellt somit eine sinnvolle Hilfe für geplante Einzelproduktionen dar.

  • Verlauf:

  • Ein Kernwort/-satz wird in die Mitte eines Blattes geschrieben. Die Kinder einer Gruppe schreiben ihre Assoziationen auf, die ihnen zum angeführten Wort einfallen. Zusammenhängende Assoziationsketten werden mit Strichen/Pfeilen verbunden.

  • Regeln:

  • Still sein und nicht reden! (Stummes Schreibgespräch)

  • Jeder darf schreiben! Es geht der Reihe nach, wozu auch nur ein Stift weitergereicht wird.

  • Die Assoziationen bleiben (zunächst) wertfrei.

Mind-Mapping

  • Um das Zentrum, den Begriff, der ein Problem oder ein Thema umreißt, entsteht eine Art Landkarte des Gedachten, Gefühlten, des Erinnerten oder Geplanten und Erwünschten. Bedeutsame Inhalte werden von weniger wichtigen Bereichen optisch unterschieden und Interdependenzen, Gedankenwege und -verzweigungen verdeutlicht.

  • Mind-Mapping ist eine Methode, das subjektive Geflecht von Konnexionen zum Ausdruck zu bringen und Komplexitäten und Vermutungen transparent zu machen. Alle Schüler/innen sind einbezogen. Mind-Mappings fördern die Kommunikation.

  • Das Denken soll wie eine Landkarte abgebildet werden. Unsere Gedanken springen von einem zentralen Thema zu einem anderen, befassen sich dazwischen mit einer Detailfrage oder streifen ganz entfernte Bereiche. Wir verfolgen Gedankenpfade, stellen Gabelungen und Verzweigungen her, verlassen plötzlich diesen Weg, suchen einen anderen auf, um dann wieder beim ersten oder bei einem anderen weiterzudenken.

Texte erschließen

  • In allen Jahrgängen sollen die Schüler/innen lernen, das Gelesene inhaltlich zu erschließen.

  • Im 1. Schuljahr:

  • Inhaltliche Wiedergabe mithilfe entsprechenden  Bildmaterials (Lesemalblätter).

  • Textaufgaben inhaltlich erfassen und mathematisch umsetzen

  • kurze Arbeitsanweisungen verstehen

  • In den folgenden Jahrgängen steigern sich der Umfang und der Schwierigkeitsgrad der Texte. Durch unterschiedliche Aufgabenstellungen werden Texte inhaltlich erschlossen, wie durch die Vervollständigung von Lückentexten, Fragen beantworten, unter einem bestimmten Aspekt den Text überarbeiten und entsprechende Stellen unterstreichen, durch sinngestaltendes Lesen.

  • Lesen mit dem Bleistift

  • Selbstständige Informationsentnahme aus (Sach-)Texten unter Beachtung einer konkreten Aufgabenstellung, indem wichtige Textpassagen nach gezielter Aufgabenstellung unterstrichen werden.

  • Gesprächskreisel

  • Bildung eines Innen- und eines Außenkreises, um mit wechselnden Partner/innen Informationen aus einem Text sprachlich-verbal auszutauschen

  • Fragenfinder

  • Die Schüler/innen lesen einen Text in Stillarbeit und erhalten die Aufgabe drei Fragen zum Inhalt des Textes zu stellen. Dadurch werden die Textinhalte deutlich intensiver aufgenommen als durch das Lesen allein und Durchsuchen des Textes nach Antworten auf gestellte Fragen.

  • Schlüsselbegriff(e) des Textes klären

  • Der Schwerpunkt der sprachlichen Arbeit liegt hier im Bereich der Semantik (Wortbedeutung), wobei hier die Erkenntnis zugrunde liegt, dass jeder Begriff ein breites Bedeutungsspektrum hat und die spezielle Bedeutung jeweils erst im Kontext festgelegt wird.

  • Lese- und Sprachförderung gehen hier Hand in Hand. Die Aufmerksamkeit wird auf die eigenen sprachlichen bzw. außersprachlichen Voraussetzungen für das Textverstehen gelenkt, aber auch auf die Hinweise, die im Text enthalten sind. Somit werden Strategien der Texterschließung eingeführt und trainiert.

  • Lehrer/in wählt aus dem Text einen (oder zwei) Schlüsselbegriff(e) aus.

  • Kinder sammeln Bedeutungs-„Möglichkeiten“.

  • Kinder lesen selbstständig still den Text.

  • Kinder vergleichen ihre Bedeutungsmöglichkeiten mit dem Text, diskutieren, finden die für den jeweiligen Text passende Bedeutung.

  • Textteile antizipieren

  • Antizipation und Hypothesenbildung sind wesentliche Bestandteile des Leseprozesses.

  • Bei Leseanfängern kann von einem Buchstaben ausgegangen werden, z.B. „O“. Es wird gefragt, welches Wort hieraus entstehen könnte. Die Vorschläge werden gesammelt, es wird überlegt, welcher Buchstabe welchem Vorschlag entsprechend folgen müsste. Jetzt wird mit dem zweiten Buchstaben des Wortes im Hinblick auf die eigene Hypothese verglichen. Beispiel: „O“ und „m“, so kann „Omi“, „Omo“, „Oma“ entstehen. Es könnten weitere Wörter folgen, ein kleiner Satz könnte entstehen.

  • Auf ganze Texte bezogen, kann der Leser/die Leserin, ausgehend von der Überschrift, dem Buchtitel, einem Textanfang eine Leseerwartung formulieren, die Geschichte fortsetzen.

  • Text rekonstruieren

  • Grundlage ist, dass ein Text auf den verschiedenen Ebenen verknüpft ist: auf der Ebene des Satzbaus, der inhaltlichen Bedeutung, des Textaufbaus. Die Kinder verfolgen den Weg der Autorin/des Autors und die angewandte Verknüpfung zurück, die Arbeit wird nachvollzogen.

  • Der Text wird in ungeordneten Einzelteilen, Abschnitten oder Strophen präsentiert, die in eine richtige Reihenfolge gebracht werden. So wird das sprachliche Handeln, auch im praktischen Handeln deutlich und der Prozess der Hypothesenbildung wird tatsächlich „praktiziert“.

  • Text ergänzen

  • Basierend auf der Erkenntnis, dass dann, wenn der Leser/die Leserin

  • alle Textanweisungen realisiert hat, wenn alle sprachlichen und außersprachlichen Erfahrungen, die für das Verständnis dieses Textes nötig sind, aktualisiert werden, ein prägnanter Begriff aus dem Text selbstständig ermittelt werden kann, d.h. ein wichtiger Textbegriff, sozusagen ein „Schlüsselwort“ wird ergänzt.

  • An den richtigen bzw. nicht vollständigen Lösungen kann abgelesen werden, inwieweit ein Kind die einzelnen Passagen eines Textes begriffen hat, was übersehen bzw. überlesen wurde, für welche Stellen der sprachliche oder auch der Erfahrungshintergrund zum Verständnis fehlt.

  • Je nach Textbeschaffenheit können unterschiedliche Wörter ausgespart werden: die Überschrift, ein Wort im Text, ein Schlüsselwort am Textende...

  • Lehrer/in löscht zentralen Begriff.

  • Kinder erhalten Textvorlage mit Lücken und versuchen zu ergänzen.

  • Kinder vergleichen und diskutieren ihre Ergebnisse, begründen aus dem Textzusammenhang.

  • Kinder lesen Originaltext und vergleichen mit ihrer/ihren Lösung/en.

  • Text vom Ende her erschließen

  • Teilaussagen im Text, sozusagen „Geschichten“ in der Geschichte, bestimmen die Struktur eines Textes. Wenn man nun vom Textende ausgeht, d.h. zuerst das Textende liest und aus dem Ende Informationen entnimmt, dann eine bzw. mehrere Fragestellungen ableitet,

  • dient das Verfahren dazu, den Verstehensprozess entsprechend der Textstruktur abzuleiten. Ausgehend von der selbstständigen Formulierung von Fragen, sind Leseaufgaben zu finden, um damit Lesemotivation zu schaffen. „Fragegeleitetes Lesen“ dient dazu, auch längere Texte „praktikabel“ zu machen für schwächere Leser/innen, ihnen einen schrittweisen Zugang zu ermöglichen und damit langfristig die Bereitschaft zu fördern, einen „roten“ Faden zu suchen.

  • Lehrer/in entscheidet, wie viel vom Textende vorgelegt werden soll.

  • Kinder lesen Textende, entnehmen Informationen und halten diese fest, leiten Fragen an den übrigen Text ab.

  • Kinder lesen restlichen Text, um die Fragen zu beantworten.

  • Kinder sprechen über die Antworten, die der Text gibt.

  • (vgl..: Altenburg, E.: Wege zum selbständigen Lesen. Cornelsen1991)

  • Text gliedern

  • Werden in einem Text Wortgrenzen, Satzgrenzen, Textabschnitte, Satzzeichen (Redezeichen, Verseinteilung bei Gedichten...), in einem ungegliederten Text richtig gesetzt, wird deutlich, inwieweit der Text verstanden wurde. Das Verfahren sieht so aus, dass beispielsweise ein kurzer Text oder eine Überschrift ohne Wortgrenzen, in Kleinbuchstaben, präsentiert.

  • Lehrer/in wählt geeignete Gliederungsmöglichkeit, bereitet den Text entsprechend vor.

  • Kinder lesen still, gliedern den Text.

  • Kinder stellen Gliederungsmöglichkeiten vor, begründen, diskutieren.

  • Texte vergleichen

  • Beim Texte vergleichen kommen die Autorenaussage, die Besonderheiten des einzelnen Textes in den Blick, wie etwa die Frage: welche Sichtweise des Themas der Autor/die Autorin vermitteln will – eine positive oder negative, eher gefühlsbetonte oder eher eine lustige, eher nachdenkliche oder unterhaltende...

  • Wer liest, ist gezwungen, sich mit den unterschiedlichen Sichtweisen auseinander zu setzen und von daher das eigene Textverständnis zu klären. Die Besonderheit eines Textes, einer Textsorte wird deutlich.

  • Text bildnerisch umsetzen

  • Nicht alle Texte eignen sich für eine bildnerische Gestaltung bzw. Wiedergabe, da Gedankengänge, Empfindungen oder Gespräche schlecht darstellbar sind. Gegenstände, Personen, Orte, die beschrieben werden, lassen sich dagegen günstig in Form einer Zeichnung, eines Comics, einer Collage etc. bildlich wiedergeben.

  • Beim Vergleich der Bilder lassen sich Unterschiede in der Auffassung verdeutlichen und Textverständnisse klären.

  • Texte grafisch umsetzen

  • Es geht hier um eine relativ abstrakte Darstellungsweise von Bezügen, z.B. Aktion – Reaktion, Beziehungen von Personen zueinander etc. in Form von Strichmännchen, Kreisen o. ä. Da dies nicht ganz einfach ist, ist die Methode der grafischen Darstellung eher für eine 3. oder 4. Klasse geeignet.

  • Eine häufige Anwendung des Verfahrens kann im Religionsunterricht erfolgen.

  • Text szenisch umsetzen

  • Besonders sind hier Texte geeignet, die eine spielbare Handlung enthalten. Als Strukturierungshilfe kann ein Raster dienen, das die Kinder gemeinsam in der Klasse oder in der Gruppe nach Lektüre ausfüllen.

  • Wer spielt mit? Wo spielt sich etwas ab? Was passiert?

  • Nach dem Vorspielen einer Gruppe kann das dargestellte Textverständnis besprochen werden. Es kann deutlich werden, was Kinder nicht verstanden haben.

  • Fragetechniken entwickeln

  • Die Schüler/innen sollen lernen, ihre Verständnisfragen zu formulieren.

  • Es soll hier die Fähigkeit, gezielte Fragen zu stellen, geschult werden. Durch die Überlegung, ob die Frage sinnvoll und hilfreich ist, wird die Eigenkontrolle gefordert und ein zielloses Fragen um der Frage willen unterbunden. Zugleich werden das logische Denken und das Kombinieren gefördert, wenn die Schüler sich überlegen müssen, was sie aus den bisher erhaltenen Antworten erschließen können und was sie noch nicht wissen.

Arbeit mit dem Computer

  • Internet

  • Zu einem jeweiligen Thema laden die Kinder sich Informationen aus dem Internet herunter, z. B. Thema "Haustiere".

  • Der Umfang des Heruntergeladenen wird kompakter, z. B.

  • 2. Schuljahr: Ernährung der Katze (ein Aspekt wird herausgegriffen)

  • 3. Schuljahr: weitere Aspekte werden betrachtet

  • 4. Schuljahr: "Die Katze" (dann sollen die Schüler die Sache strukturieren)

Lernsoftware

Arbeit mit Nachschlagewerken

  • Nachschlagen lernen und anwenden

  • Wörter mit zunehmender Geschwindigkeit nachschlagen

  • Nachschlageübungen unter Zeitvorgabe (20 Wörter in 10 Minuten)

  • Nachschlagewettbewerb / Partnerarbeit

  • Die Seitenzahlen der gefundenen Wörter zur Kontrolle notieren.

  • Anwendung und Ausweitung auf Atlanten, Lexika, Sachbücher...

  • bei einem Pflanzenbestimmungsbuch Ordnungsprinzipien erkennen

  • Wörterbücher konkret

  • Alphabetisches Sortieren

  • Inhaltsverzeichnisse nutzen

Die Kenntnis des Alphabets ist die wichtigste Voraussetzung für das Nachschlagen überhaupt. Das Arbeiten und Üben im Umgang mit dem Wörterbuch erfolgt in der Steigerung des Schwierigkeitsgrads:

Wörterbuch

  • Nach dem ABC ordnen

  • Wörter aufsuchen

  • Kopfwörter helfen beim Suchen

  • Manche Wörter sind schwer zu finden

  • Wörter trennen

evtl. ab 3. Schuljahr

  • Fremdwörter schreiben

  • Wortbedeutung

  • Redewendungen

  • Groß oder klein

  • Fehler finden

  • Richtig schreiben

  • Zeichen in Wörterbüchern

Produktive Informationsverarbeitung

Verständlich schreiben

  • Schrift hält Sprache in vereinbarten grafischen Zeichen fest.

  • mit der Anlauttabelle schreiben

  • zu Bildern Wörter und Sätze schreiben, kleine Texte erstellen

  • schreiben in der Lineatur und einhalten von Wortgrenzen

  • Entwicklung einer gut lesbaren und formklaren, flüssigen und

  • rhythmischen Verkehrsschrift

  • inhaltlich zusammenhängend schreiben

  • Anbahnung eines Rechtschreibgespürs

  • Selbstständigkeit in der Rechtschreibung erwerben

Texte überarbeiten

  • Es müssen nicht alle Texte überarbeitet werden. Doch sollen die Schüler/innen zunehmend einige Verfahren der Überarbeitung erlernen und die Erfahrung machen, dass Texte dadurch besser werden

  • in Vorleserunden Sensibilisierung durch Kartenabfrage (Positiv-/Negativrunde) ab Klasse 1

  • In Rückmelderunden unter Vorgabe von ausgewählten Kriterien (z.B. Satzanfänge, Wortwiederholungen, Erzählzeit...) lassen sich Auffälligkeiten, Unklarheiten, und Gelungenes herausstellen und in visualisierter plakativer Form darbieten (ab Ende Klasse 2).

  • Texte anhand von ausgewählten Überarbeitungsaspekten mithilfe von Karteien u.a. überarbeiten (ab Klasse 3)

  • Schreibkonferenz ab Klasse 3

  • Das Autorenkind liest den Entwurf seiner Geschichte zwei Mitschüler/innen vor, die sich spontan zum Inhalt äußern und Verständnisfragen stellen. Im Anschluss wird satzweise der Text unter sprachlichen und inhaltlichen Aspekten durchgegangen. Dabei erwerben die Schüler/innen fast beiläufig die Technik, sich durch Sternchen oder Nummern im Text, die Stellen zu markieren, die sie verändern wollen. Eine gemeinsame Rechtschreibkontrolle kann sich anschließen.    Rechtschreibüberprüfung mithilfe des Wörterbuches, durch markieren, durch rückwärts lesen, durch Partnerkontrolle... Ende Klasse 2

Ordnungstechniken

  • Sich selbst organisieren:

  • Arbeitsmaterial erkennen und unterscheiden

  • Arbeitsplatz einrichten und aufräumen

  • Arbeitsanweisungen verstehen und Symbole der Arbeitsanweisungen umsetzen

  • Zeit einteilen

  • nach einem Tages- oder Wochenplan arbeiten

  • Arbeiten beenden

  • Hausaufgaben notieren und erledigen

  • Arbeitsblätter richtig abheften bzw. einordnen

  • Ordnung in der Schultasche halten

  • Arbeitsmaterial mitbringen

  • Arbeit mit Karteien und Führen von Listen ab Klasse 2

Auswertung und Präsentation

  • Arbeitsergebnisse präsentieren

  • Bilder / Texte aufhängen

  • Gestalten einer Wandzeitung mit Texten, Bildern, Grafiken... (Pinnwand)

  • Veröffentlichung von Schülerarbeiten

  • mündliches Vortragen einer Einzelarbeit (z.B. Autorenlesung)

  • mündliches Vortragen der Ergebnisse einer Partner- bzw. Gruppenarbeit

  • Hausaufgaben vorlesen und besprechen

  • Reflexion und Zwischenreflexion

  • Homepage

Argumentation und Kommunikation

Gesprächsregeln

1.Schuljahr:

  • leise sein

  • sich melden

  • nur einer spricht

  • laut und deutlich sprechen

  • einander ansehen

  • einander zuhören

  • ausreden lassen

  • jemanden das Wort erteilen

2.Schuljahr:

  • sich sachbezogen äußern

  • nicht abschweifen

  • gezielte Fragen stellen

  • die eigene Meinung begründen

  • die Meinung anderer akzeptieren

3.Schuljahr:

  • an vorherige Äußerungen anknüpfen

  • Gesprächsleitung übernehmen

4. Schuljahr:

  • Metakommunikation (Gesprächsverhalten analysieren und ggf. ändern)

  • Um Gesprächsregeln zu trainieren ist es sinnvoll gezielt geplante Gesprächssituationen zu schaffen:

  • der Montag-Morgen-Kreis

  • Planungsgespräche

  • Zwischenbericht

  • Anschlussbesprechung

  • Schreibkonferenz

  • Pro-und-Contra-Gespräch

  • Metagespräch

  • Streitgespräch

  • Klassenrat

Verschiedene Lösungsstrategien entwickeln und diskutieren

  • Kommunikationsanlässe, insbesondere im Mathematikunterricht, sind so zu nutzen, dass die Schüler/innen ihre Denkprozesse zur Lösung einer Aufgabe sprachlich nachvollziehen und wiedergeben sowie die Möglichkeit erhalten, untereinander ins Gespräch zu kommen, damit sich Lösungsstrategien vergegenständlichen und Einblicke in Strategien gewonnen werden.

Gespräche führen nach dem „Schneeballsystem“

  • Zu einem Sachverhalt, einem Problem oder einer Fragestellung hält jeder Schüler/jede Schülerin fünf für ihn besonders wichtige Punkte schriftlich fest. Anschließend erhalten die Schüler/innen den Auftrag, mit der Nachbarin/dem Nachbarn eine Vereinbarung zu treffen, sich auf sechs der insgesamt 10 Punkte zu einigen und diese auf eine gemeinsame Liste zu schreiben. Als nächstes sollen zwei Paare eine erneute Einigung auf beispielsweise wiederum sechs Punkte der insgesamt 12 Punkte herbeiführen. Die Vorschläge und Wünsche werden ausgehängt und zu Themenkomplexen zusammengefasst, um der Gesamtgruppe einen Vorschlag zu unterbreiten.

  • Beschäftigung mit einem Thema/einer Aufgabe in Einzelarbeit, Austausch mit einem Partner, Erweiterung und Vertiefung in einer Gruppenarbeit

  • Beschäftigung mit einem Thema/einer Aufgabe in Gruppenarbeit, Austausch mit einem Partner, individuelle Erweiterung und Vertiefung in einer Einzelarbeit

Weitere Möglichkeiten:

1. Schuljahr:

  • ausprobieren und erforschen (Versuch und Irrtum)

  • hinterfragen

  • entdeckendes Lernen

  • wiederholen

  • spielen (Rollenspiel, Planspiel etc.)

2. Schuljahr

  • beschreiben, erklären, begründen von Regelmäßigkeiten

  • Versprachlichen von Lösungsansätzen

3. Schuljahr:

  • übertragen und verändern von eigenen Lösungsmöglichkeiten

4. Schuljahr:

  • wie 3. Schuljahr, mit höheren Anforderungen

Arbeitsergebnisse vortragen

  • Arbeitsergebnisse möchten von den Kindern immer gerne vorgestellt werden. Es gibt unterschiedliche Formen die zu präsentieren. Das Vortragen von Arbeitsergebnissen ist wichtig, um das Interesse der Mitschüler zu wecken. Folgende Möglichkeiten werden den Kindern als Hilfestellung gegeben:

1. Schuljahr:

  • in ganzen Sätzen sprechen

  • laut, deutlich, verständlich sprechen

  • Medien als Hilfestellung

2. Schuljahr:

  • Schulung von Gestik und Mimik

  • Schulung von Betonung und Ausdruck

  • Zuhörer anschauen

3. Schuljahr:

  • Zuhörer mit einbeziehen

4. Schuljahr:

  • Vorträge planen, analysieren und verändern

Reflexion

  • Auch handelndes Lernen bedarf immer der Versprachlichung! Lernen wird durch Handeln allein nicht garantiert. Nur indem Lösungen, Ordnungsmöglichkeiten, Erkenntnisse, Ergebnisse etc. von den Schüler/innen sprachlich begleitet werden, lässt sich erkennen, ob Lernfortschritte im Hinblick auf die Aufgabe erzielt wurden. Es reicht in Reflexionsphasen nicht aus, die Kinder zu fragen: Hat es Spaß gemacht? (Antwort im Chor: Ja! oder Hattet ihr Probleme? (Antwort im Chor: Nein!) Insbesondere in Stunden, in denen die Schüler/innen handlungsorientiert, aufgabenorientiert (Stationsbetrieb, Werkstattunterricht...), problemorientiert gearbeitet haben, muss eine Phase der Versprachlichung intensiv geplant und genutzt werden.

Rückmelderituale entwickeln:

  • Beispiele:

  • Sprechsteinrunde

  • Satzanfänge (Das hat mir gut gefallen... / Ich möchte noch wissen... etc.)

  • Arbeit mit Symbolkarten

  • Schwerpunkte setzen (Sprechen über Inhalt, Methode, Strategieanwendung, Sozialverhalten, Atmosphäre oder Arbeitsverhalten...)

  • Transparenz über Sinn und Bedeutung des Gesprächs

  • Stimmungsbarometer (Smilies: freue mich... geht so... nicht so wohl gefühlt...)

  • Blitzlicht

  • Es ist hilfreich, den Kindern, die etwas vorstellen möchten (z.B. ihr selbst entwickeltes Lernspiel, ein Problem, Messreihen... o.ä.), Anregungen zur Gestaltung ihres Vortrags großformatig beispielsweise als Plakat zu geben.

  • Systematischen Üben und Wiederholen

Gedächtnistraining

Geheimschrift

  • Eine Konzentrationsübung, die sich gut für den Sprache- als auch Sachunterricht eignet. Eine Zahlenreihe wird vorgegeben, welche die Schüler/innen „übersetzen“ müssen, d.h. für jede Zahl muss der Buchstabe mit der entsprechenden Nummer im Alphabet eingesetzt werden. Diese Aufgabe kann sowohl als Stillarbeit verwandt werden, wie auch in einem Gruppenspiel.
    1  2  3 4  5 6  7  8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26
    A B C D E F G H I   J  K   L  M  N O   P   Q  R  S   T U   V  W  X Y   Z

    Beispiel: 23 21 18 19 20 = Wurst

Blitzgucken

  • Es fällt häufig auf, dass zu ungenau beobachten wird und Einzelheiten nur bedingt gemerkt werden. Eine Möglichkeit das genaue Hinsehen wie auch die Merkfähigkeit zu trainieren besteht darin, die Schüler/innen kurz mit Gegenständen oder Bildern zu konfrontieren, um sie dann das Gesehene wiedergeben zu lassen.

  • Die Schüler/innen legen ein Blatt Papier und einen Stift zurecht. Auf dem Tageslichtschreiber liegen ein paar Kleinigkeiten wie Büroklammer, Nagel, Tintenpatrone, Reißzwecke, Spitzer,... und für etwa 10 Sekunden ist das Gerät eingeschaltet. Sobald das Gerät ausgeschaltet ist, schreiben die Schüler/innen auf, was sie gesehen haben (schreibschwache Schüler/innen zeichnen die gesehenen Gegenstände).

  • Gegenstände sind auf einem Tisch hergerichtet und mit einem großen Tuch verdeckt. Vorteil, dass nun keine Schattenbilder identifiziert werden müssen, sondern reale Dinge wahrzunehmen sind.

  • Die Frage nach der Anzahl.

  • Beim zweiten Mal eine Veränderung vornehmen durch Umlegen oder Entfernen.

  • Memory / Reime / Abzählverse / Zungenbrecher / Gedichte...

Abschreibtechnik

  • Richtiges Abschreiben setzt voraus...

  • Sieben Schritte beim Abschreiben...

  • Pilotsprache...

  • Arbeiten mit der Abdeckkarte...

  • Systematisches Einüben und häufiges Trainieren der Abschreibtechnik.

  • Arbeit mit der Lernbox

  • Sammeln und Ordnen des Wortmaterials nach dem ABC innerhalb eines Registers zur weiteren Nutzung in abgewandelten spielerischen Variationen zur Festigung der Rechtschreibung

Systematisches Wiederholen und Üben

Strategieanwendung

  • Regelungen in der Rechtschreibung erfassen und für den Transfer nutzen durch das Kennen lernen und Anwenden von Strategien:

  • Alphabetische Strategie:
    Buchstaben-Laute zählen / Wörter in Silben zerlegen

  • Morphematische Strategie:
    Wortfamilien und Ableitungen bilden, wie fahren – Fahrrad / der Wald – die Wälder

  • Orthografische Strategie:
    Dehnungs- und Kürzungsmerkmale in der deutschen Sprache, wie lieb statt lib, kommen statt komen

  • Klaro-Kartei / Rechtschreibbox (Dieck Verlag) / Rechenkartei / (LÜK)...

Kontrolltechniken

  • Anbahnung der Eigenkorrektur von Texten in differenzierter Form

  • Entsprechend der bisher erworbenen Fertigkeiten erfolgt das Hinführen zur rechtschriftlichen Eigenkorrektur von Texten in differenziert angebotenen Stufungen. In Eigenregie oder mithilfe von Textvorlagen ist das Kind dazu aufgefordert, das fehlerhafte Wort herauszufinden, um es zu korrigieren:

  • Das fehlerhafte Wort wird „gelöscht“ (durchgestrichen,...) und das korrekte Wort wird handschriftlich darüber geschrieben.

  • Nur am Rand wird mit einem Zeichen notiert, dass sich in dieser Zeile ein Fehler befindet, den das Kind selber suchen soll.

  • Nur die Fehleranzahl wird am Ende des Textes notiert.

  • Rückwärtslesen

  • Fehler suchen durch das „Rückwärtslesen“: Wörter werden mithilfe einer Abdeckkarte vom Schluss zum Anfang des Textes nacheinander aufgedeckt, gelesen und so unabhängig des Kontextes kontrolliert.

  • abhaken / mit Lupen eigenen Text rechtschriftlich überarbeiten / (Wörterbuch)...

Sachgerechtes Erledigen von Hausaufgaben

Zeitmanagement

  • Klassen-Kurzzeit-Wecker: Die Schüler/innen sollen lernen, bestimmte Arbeiten in einem festgelegten Zeitrahmen zu erledigen. Um das Zeitgefühl zu schulen und um mit Zeitdruck umgehen zu lernen, werden für feste Aufgaben klare Zeitvorgaben festgelegt.

  • Hausaufgabentafel: Hinter jede Hausaufgabe, die an der Wandtafel festgehalten wird, wird eine Zeitvorgabe geschrieben. D.h., den Schüler/innen wird ein Zeitwert vorgegeben, innerhalb dessen die Hausaufgabe bei normalem Arbeitstempo erledigt werden kann. Die Schüler schätzen später ihren Zeitbedarf selbst ein. Ziel ist es, dass sie sich vor Arbeitsbeginn grundsätzlich Gedanken darüber machen, wie lange sie für die Erledigung einer Aufgabe brauchen.

  • Tagesplan / Wochenplan / Aufschreiben der Hausaufgaben.

  • Schriftliches / mündliches Vorbereiten von Leistungsüberprüfungen
    - Alternative Diktatformen als Übungsformen nutzen
    - thematisches Erstellen von Frage-Antwort-Karten zur spielerischen Wiederholung eines Unterrichtsstoffes (Partnerarbeit)

Abschließende Bemerkungen:

Methodenlernen an der Grundschule Bilshausen

„Das Lernen lernen“ – Methodenkompetenz entwickeln“

Schüler der Grundschule Bilshausen sollen für die Anforderungen fit gemacht werden, die sie in einer sich ständig wandelnden Gesellschaft erwarten.

Doch wie vermitteln wir diese Schlüsselkompetenz?

Was versteht man unter Methodenlernen?
Methode kommt aus dem Griechischen und bedeutet die Kunst des planmäßigen Vorgehens. Lernen ist ein Begriff, der selbstverständlich zur Schule gehört. „Lernen ist eine relativ dauerhafte Verhaltensänderung auf Grund von Erfahrungen“ (Schröder 1985). Für uns umfasst der Begriff des Lernens sowohl das Einprägen von Informationen als auch den Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Die Verbindung beider im Methodenlernen vorkommenden Begriffe bedeutet das planmäßige Vorgehen beim Einprägen von Informationen und beim Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Das Methodenlernen kann weder am Anfang stehen noch ist es ein isolierter Lerngegenstand. Der Erwerb methodischer Kompetenzen ist systematisch mit dem Erwerb von inhaltlichem Verständnis und Wissen verknüpft.

Außerdem gilt es zu beachten, dass Kinder produktiv mit kindeigenen Methoden und in Kooperation mit anderen Kindern lernen können. Aus diesem Grund wird das Methodenlernen an der Grundschule auch die Sozialkompetenz der Kinder und ihre Zugangsweise, sich die Dinge verstehend anzueignen, umfassen und fördern.

Abschließend ist zu bemerken, dass es sich bei dem oben beschriebenen Konzept um eine „Idealvorstellung“ handelt. Für den Alltag lassen sich unseres Erachtens aus diesem Rezeptkatalog sicherlich situations-  und schülerabhängig nicht alle Teilaspekte immer realisieren.

Wichtig für uns ist jedoch, dass den Kollegen/innen die gesamte Vielfalt des Methodenlernens bewusst wird und sie jeweils das für sie passende zur Auswahl haben.

 

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